Cross 2011/12
Fürth, 20. November
Für den frühzeitigen Ausstieg in Hole Vrchy hielt ich mich heute in Fürth schadlos und das gleich richtig: Seit heute ziert der ein weiterer Sieg mein Konto. Für den musste ich allerdings richtig kämpfen. Zwei Stürze, verbunden mit Kräfte zehrenden Aufholjagden, sowie eine starke Konkurrenz verlangten mir alles ab. Zunächst einmal hatte ich alle Mühe, dem ausgerissenen Fabian Brzezinski zu folgen. Kaum hatte ich ihn zu fassen, trat ich an einem kurzen, aber steilen Anstieg ins Leere – mir war die Kette vom Blatt gerutscht. Bei dem unvermeidlichen Sturz knallte ich mit der Hüfte auf eine Baumwurzel und tat mir richtig weh. Nach einer halben Minute hatte ich mich wieder berappelt und nahm die erneute Verfolgung auf. Doch kaum hatte ich den auf Platz 3 liegenden Michael Schweizer wieder hinter mir, gelassen verlor ich erneut die Kette. Doch Aussteigen kam für mich diesmal nicht in Frage. Also: Kette rauf und weiter, hinterher, um an die beiden Führenden Brzezinski und meinen Teamkollegen Ole zu stellen. Und das gelang. Kaum war ich an den beiden dran, verschärfte ich nochmals das Tempo, so dass wir erst Ole verloren. Irgendwann hatte dann auch Fabian keine Luft mehr und ich stand nach einem spannenden Rennen letztlich ganz oben auf dem Treppchen.
Hole Vrchy, 17. November
Nach einem rennfreien Wochenende nahm ich am heutigen Donnerstag am ToiToi-Cup teil, bei dem ich von einem schweren Wetterumschwung überrascht wurde, den ich ganz offensichtlich unterschätzte. Bei fast 0 Grad und leichtem Regen war ich viel zu dünn angezogen, sodass mir die Kälte arg zu schaffen machte. Eine Flussdurchfahrt trug nicht dazu bei, dass mir wohler wurde. Das Ende vom Lied war, dass ich irgendwann entnervt und durch gefroren vom Rad stieg.
Pilzen 16.10., Tabor 23.10., Woerden 25.10., Hamburg-Horn 30.11., Mannheim 5.11., Lorsch 6.11.
Beim Weltcup-Rennen im tschechischen Pilzen kam ich zwar gut ins Rennen und befand mich auf Positon 15-20. So machte sich dann aber ein zuvor absolviertes, zweiwöchiges Trainingslager bemerkbar machte. Das steckte mir mehr als mir lieb sein konnte in den Beinen, und so fiel ich Stück für Stück von einem Platz unter den ersten Zwanzig bis auf Rang 46 zurück.
Bereits eine Woche ging es wieder nach Tschechien, diesmal zum Weltcup nach Tabor. Dort habe ich leider nie wirklich richtig ins Rennen gefunden und beendete dieses auf Platz 38.
Besser lief es – zumindest anfänglich – zwei Tage später im niederländischen Woerden, wo ich an einem Nachtrennen teilnahm. Nach gutem Start befand ich mich hinter den beiden Führenden in einer fünf Mann starken Verfolgergruppe, als sich, aus mir unbekannten Gründen, im wahrsten Sinne des Wortes der Magen umdrehte und ich das Rennen letztlich auf Platz 22 beendete.
Für diese eher unbefriedigenden Ergebnisse hielt ich mich dann am 30. Oktober in „meinem“ Heimrennen in Hamburg-Horn schadlos. Anfangs diktierten Ole Quast, Fabian Breczinski und ich noch gemeinsam das Tempo, bevor zunächst Breczinski und dann auch Ole zurückfielen und ich – wie im Vorjahr – das Rennen gewann.
Eine Woche später konnte ich meine gute Verfassung bestätigen, indem ich in Mannheim auf einem aufgrund zahlloser Richtungsänderungen schwierig zu fahrenden Kurs Zweiter wurde. Am Anfang hatte ich mich noch aussichtsreich an die Fersen von Wenzel Böhm-Gräber heften können, verhedderte mich dann aber im Flatterband und musste ihn ziehen lassen.
Tags darauf startete ich auf der DM-Strecke dieses Jahres in Lorsch. Hier wurde Christoph Pfingsten seiner Favoritenrolle gerecht, während ich erneut Platz zwei eroberte. Wie am Vortag wurde meinTeamkamerad Ole Quast erneut Dritter.
Bad Salzdetfurth, 2. Oktober – Bremen, 3. Oktober
Es waren zwei verschiedene Rennen mit dem gleichen Ergebnis – zumindest was die Verteilung der ersten beiden Plätze angeht. Beide Rennen fließen in die Wertung des Deutschland-Cups ein – beide Rennen wurden von Christoph Pfungsten gewonnen, während ich zweimal Platz zwei belegte: Ergebnisse, mit denen ich durchaus leben konnte, denn an beiden Tagen erwies sich Christoph als der stärkere von uns beiden. In den folgenden zwei Wochen schloss sich ein 14tägiges Trainingslager in Hamburg an, in dessen Rahmen wir einen kleinen internen Wettbewerb austrugen, den Enno vor mir gewann.
Striebrow, 24. September
Endlich – es geht wieder ins Gelände. So sehr ich mich auch heute noch über meinen dritten Platz in Sebnitz vor einer Woche freue, so froh bin ich, nach langer Pause wieder auf mein Crossrad steigen zu dürfen. Den Start in die neue Wintersaison hatte ich mir allerdings etwas anders vorgestellt: Auf der mir noch aus dem Vorjahr bekannten Runde in Striebrow rutschte ich schon während des Warmfahrens auf einem Schotterstück aus, dass ich mir einen Bluterguss im Oberschenkel zuzog. Der behinderte mich während des Rennens mehr als mir lieb war und so stieg ich vorzeitig aus – ein optimaler Saisonauftakt sieht sicherlich anders aus.
